Düsseldorf für Thomas Geisel
Heinrich Heil

Heinrich Heil

Freischaffender Autor und Kritiker

Warum Thomas Geisel wählen?

Angesprochen, bin ich gern bereit, ein öffentliches Votum abzugeben. Natürlich ist sich Thomas Geisel bewusst, dass ich nicht das hohe Lied auf seine Kulturverwaltung anstimmen werde. Politiker tun sich schwer mit Kunst und Kultur. Oberbürgermeister sind da keine Ausnahme.

Das soziale Subjekt steht in ihrem Fokus, das ästhetische Subjekt hingegen rangiert mit seinen Bedürfnissen weit hinten.

Zuhören – bedeutet da schon viel. Und das kann Thomas Geisel. Mehr aus den Gesprächen um- und durchzusetzen, ist zukünftig dringend erforderlich. Es gilt, sich rasch aus dem ständigen Nach- und Aufarbeiten von Versäumtem herauszuarbeiten, um den Kulturschaffenden mehr Gestaltungsfreiräume zu öffnen.

Auch sollten ins Amt des Kulturdezernenten keine Parteigänger berufen werden, die sich nebenbei für Kultur interessieren. Urteilsfähige Freigeister sind gefragt – wie Hilmar Hoffmann einer war – mit feinem Gespür für Kunstschaffende. Denn die besonderen Belange von Kunst und Kultur lassen sich nicht verwalten, wie solche von sozialen Subjekten.

Lieber Thomas, ich wünsche mir eine zweite Amtszeit mit erhöhter Aufmerksamkeit für Kunst und Kultur. In Düsseldorf steckt mehr davon, als bisher sichtbar wurde.


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