Düsseldorf für Thomas Geisel
Christel Powileit

Christel Powileit

Ich habe den amtierenden Oberbürgermeister vor und während seiner Amtszeit in meiner beruflichen Tätigkeit als Sozialarbeiterin in der Stadtteilarbeit in Flingern kennenlernen können und war beeindruckt, dass er sich immer wieder - und nicht nur in der Wahlkampfzeit - persönlich in die Stadtteile „vor Ort“ begeben hat und sich den Fragen und Belangen der Bürgerinnen und Bürger gestellt hat, das Gespräch gesucht und keine Versprechungen gemacht hat, die er nicht hätte einhalten können, sich gekümmert hat, wo es ihm möglich war und dringend nötig erschien. Einen solchen OB „zum Anfassen“ hatte ich bis dato so nicht erlebt.

Sein Einsatz und Unterstützung bei der Frage, wie man den Flüchtlingen in unserer Stadt ein Leben im Einklang mit der Nachbarschaft ermöglichen kann, war hilfreich und seine klare Haltung gegen jegliche Art von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus vorbildlich. Aktuell (Januar 2020) setzt er sich gemeinsam mit der OB in Köln dafür ein, weitere in Seenot geratene Menschen aufzunehmen. Das ist gelebte Nächstenliebe. Hochachtung habe ich davor, dass er sich auch an unbeliebte Maßnahmen z.B. zur Verringerung von Schadstoffemissionen traut und dafür zu einem Zeitpunkt ungerechtfertigt Schelte bezog, als man die Wirkung noch gar nicht messen konnte.

Dass er an dem Profil von Düsseldorf als Metropole feilt und dafür größere Events hereinholt, stößt nicht allenthalben auf Begeisterung in der beschaulichen Stadt am Rhein. Aber nun? Was will Düsseldorf sein? Dorf oder Landeshauptstadt? Es gibt noch vieles zu tun in dieser Stadt, den ÖPNV wirklich attraktiv machen, mehr Grün in die Stadt bringen, bezahlbaren Wohnraum erhalten oder schaffen. Vieles hat Thomas Geisel angestoßen, die Politik in dieser Stadt transparenter, dialogbereiter und nachvollziehbarer gemacht. Ich halte ihn für glaubwürdig und an Düsseldorf und seinen Menschen interessiert.

Ich würde ihn gerne noch eine weitere Amtszeit als Oberbürgermeister erleben.